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[LIEBLINGS] Sentier des Chamois – Gämsenweg

Wenn Sie dem Gämsenweg von La Chaux nach Fionnay gefolgt sind, mag Ihnen sein Name paradox erscheinen … 11-08-2019 9:01
[LIEBLINGS] Sentier des Chamois – Gämsenweg-41704 Face au massif des Combins, le site de Louvie et les alentours de son lac sont un endroit idéal pour observer la faune alpine

neben ein paar Murmeltieren, die leicht an ihrem Pfeifen zu erkennen sind, haben Sie sicherlich mehr Steinböcke als Gämsen gesehen! Doch sie sind da, diese wilden Ziegen.

Die Gämse verfügt über einen sensiblen Geruchssinn und nimmt die geringste Bewegung in der gewohnten Umgebung wahr. Sie flieht, bevor sich der Mensch auf mehr als 300 Meter nähern kann. Steinböcke lassen Sie näher heran, solange sie Sie kommen sehen und Sie sich ruhig bewegen. Dieser Unterschied im Verhalten, wie auch die unterschiedliche Statur, lassen sich damit erklären, dass die Gämse noch zwei Wochen im Jahr gejagt wird. Sie ist daher leicht und wild geblieben, ihre schmale Silhouette garantiert viel Geschwindigkeit und Mobilität in steilem Gelände. Ein wichtiger Vorteil! In der Sommersaison hat das Fell der Gämsen die Farbe von Pfifferlingen. Im Herbst, wenn es für den Winter dicker wird, wird es ganz schwarz.

Der Steinbock, der zu Beginn des Sommers ein helleres Fell hat, verschwand Ende des 19. Jahrhunderts aus den Walliser Alpen. Es waren harte Zeiten und das wenig scheue, gesellige Tier wurde für sein Fleisch und manchmal auch als schöne Trophäe gejagt. Die Männchen, die auf Felsen über dem Abgrund stolz ihre grossen, geriffelten Hörner präsentieren, sind ein Symbol für Freiheit. Heute können Sie wieder Steinböcke beobachten, denn diese wurden von Jägern und Naturliebhabern zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder in Bagnes angesiedelt. Ausserdem dürfen die Tiere heute nicht mehr gejagt werden. Die Jagd ist zudem in einem grossen Teil der rechten Talseite des oberen Val de Bagnes vom Mont-Pleureur bis zum SW-Grat des Bec des Rosses verboten. Der Steinbock, der deutlich grösser ist als die Gämse, ist ein behäbiges Wesen. Mit seinen robusten Hufen und seinem Gleichgewichtssinn bewegt er sich in schwindelerregenden Höhen so mühelos, dass er dabei noch in Ruhe sein Essen kauen kann, das er bei den lebensgefährlichen Kletterpartien findet. Danach legt er sich stundenlang faul in die Sonne um wiederzukäuen. Er lebt das ganze Jahr über unter oftmals harten Bedingungen in diesem Gebirge. Wenn die Sonne scheint, geniesst er es deshalb umso mehr! Die Männchen bleiben unter sich, die Weibchen mit den deutlich kürzeren Hörnern kümmern sich in der Gruppe um die Jungen.

Wenn Sie die wilde Natur beobachten möchten, lassen Sie sich von den Gewohnheiten derer inspirieren, die dort leben: Die gesamte Tierpopulation ist in den ersten oder letzten Stunden des Tages aktiv und am Mittag oder in der Nacht mit Wiederkäuen und Verdauen beschäftigt. Deshalb empfehle ich Ihnen, den Gämsenweg frühzeitig in Angriff zu nehmen, am besten von der Cabane du Mont-Fort oder der Cabane de Louvie aus. Beachten Sie aber die Öffnungszeiten! Der Abstieg vom Col Termin nach Fionnay erfordert mit seinen 1200 Höhenmeter einiges an Ausdauer. Besonders die Oberschenkel werden gefordert, denn es gibt sonst keine Notbremse!



Artikel von François Perraudin verfasst



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