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Kapelle von Sarreyer

Historische Anlage und Denkmal, Religiöses Erbgut, Kapelle Um Sarreyer 

  • Sie ist schon von weitem sichtbar, spätestens ab Le Châble erkennt man ihre Silhouette. Dies gilt vor allem nachts, wenn die grosse Kreuzform des Glockenturms beleuchtet ist.

  • Die Kapelle wurde dank der Beharrlichkeit der Sarreyerer Bevölkerung und mit der Zustimmung von Pfarrer Carron und Stiftsherr Boitzy an der Südflanke des Dorfes erbaut und ersetzte ab dem 8. September 1935 die alte Kapelle von Le Banderey, die 1646 von den Brüdern André und Pierre Besse, zwei der wenigen Überlebenden der Pestepidemie von 1639, erbaut wurde.

    Einer der Schutzheiligen trägt denn auch den Namen von einem der beiden Erbauer: St-André (oberes Fenster im Chor und Statue von Frau...
    Die Kapelle wurde dank der Beharrlichkeit der Sarreyerer Bevölkerung und mit der Zustimmung von Pfarrer Carron und Stiftsherr Boitzy an der Südflanke des Dorfes erbaut und ersetzte ab dem 8. September 1935 die alte Kapelle von Le Banderey, die 1646 von den Brüdern André und Pierre Besse, zwei der wenigen Überlebenden der Pestepidemie von 1639, erbaut wurde.

    Einer der Schutzheiligen trägt denn auch den Namen von einem der beiden Erbauer: St-André (oberes Fenster im Chor und Statue von Frau Jacquemin), der traditionsgerecht jedes Jahr an dem am nächsten beim 30. November gelegenen Samstag vom ganzen Dorf gefeiert wird. St-Pierre – unteres Fenster –, der am 29. Juni gefeiert wurde, verschwand im Laufe der Jahrhunderte als Schutzpatron des Dorfes.

    Die Kapelle ist aber auch Notre-Dame de la Joie gewidmet, die an Mariä Geburt gefeiert wird und deren alte Holzstatue von der alten Kapelle übernommen wurde. Ebenfalls vom alten Gebäude übernommen wurde der kleine Glockenturm, der durch sein viel höheres Alter und den anderen Stil wie aufgepflanzt aussieht, sowie der Säuleneingang aus regionalem Serpentin.

    Der Innenraum der Kapelle beeindruckt mit harmonischen Proportionen und einem mystischen, sich ändernden Licht, das durch die Kirchenfenster einfällt, die die 14 Stationen des Kreuzwegs zeigen. Die Menschen der Berge, die sich harte Arbeit, Entbehrung und steinige Wege gewohnt sind, können sich sehr gut mit diesen von Stiftsherr Boitzy gewünschten und von Stiftsherr Voirol realisierten Fenstern identifizieren.

    Aus architektonischer Sicht ist die Kapelle das einvernehmliche Ergebnis aus Alberto Sartoris Originalprojekt von 1932 und fünf Folgeprojekten, mit welchen die neuartigen Ideen des Italieners auf ein für alle akzeptables Mass «zurückgestutzt» wurden. Schliesslich setzt sich das Projekt des Architekten Herr Fischer durch, der die Pläne gratis zur Verfügung stellt.

    Sein äusserst nüchterner Chor enthält einen aus einheimischem Holz geschnitzten Altar (3. Mai 1895). Neben dem Tabernakel aus Holz und dem modernen Kreuz findet sich auch eine mehrfarbige Pietà. Sie wurde zusammen mit den zwei «bischöflichen» Statuen des hl. Theodul und des Kardinals Mathieu Schiner, die sich im Kirchenschiff befinden, aus dem Oratorium von Les Luys hierhergebracht. Die völlig verwitterten Statuen wurden 1949 auf Initiative der Stiftsherren Michellod und Putallaz restauriert und neu platziert.

    Die Holzdecke wurde in ehrenamtlicher Arbeit erstellt. Die Kapelle wurde vor nicht allzu langer Zeit aufgefrischt und am 8. September 1985 «neu» geweiht. Ermöglicht wurde dies durch die zahlreichen Spenden aus der Bevölkerung und von Mitgliedern der Pfarrgemeinde, die sich ihrer Kirche sehr verbunden fühlen, in der eine wöchentliche Messe und monatlich eine Sonntagsmesse abgehalten werden. Der Chor der Kapelle wurde kürzlich restauriert (Januar 2009).
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