Oratorium von Valbord

Historische Anlage und Denkmal, Religiöses Erbgut Um Verbier Station

  • Kein einziges Archivdokument gibt uns Auskunft über seine Herkunft. Es ist aber Zeugnis des Glaubens unserer Vorfahren.


    Alles deutet darauf hin, dass dieses bergseitig des Dorfes gebaute, neben dem Wildbach und am Anfang des Weges zu den Maiensässen gelegene Oratorium eine Art Wachposten war, der vor Überschwemmungen und Steinschlägen schützte: ein Ort, wo man um göttlichen Schutz bat. Ein Wildbach, der wohl schreckliche Stimmungswechsel hatte: Davon zeugen die zahlreichen Bauwerke...
    Kein einziges Archivdokument gibt uns Auskunft über seine Herkunft. Es ist aber Zeugnis des Glaubens unserer Vorfahren.


    Alles deutet darauf hin, dass dieses bergseitig des Dorfes gebaute, neben dem Wildbach und am Anfang des Weges zu den Maiensässen gelegene Oratorium eine Art Wachposten war, der vor Überschwemmungen und Steinschlägen schützte: ein Ort, wo man um göttlichen Schutz bat. Ein Wildbach, der wohl schreckliche Stimmungswechsel hatte: Davon zeugen die zahlreichen Bauwerke entlang seines Laufs. Ein Weg zu den Maiensässen, der am Anfang nicht vor Steinschlägen geschützt war, die bei Tauwetter im Frühling oder bei starkem Regen auftraten.


    Es war auch der Ort, wo man mit Novenen um Regenschauer in Trockenzeiten bat oder um eine wärmende Sonne, wenn der Regen anhielt und die Ernte gefährdete.


    Als ich ein Kind war und langsam neugierig wurde, hat man mir zudem versichert, dass man dort die Babys holen ging. Und es gab dort früher viel mehr als heute ... Der Zahn der Zeit, der Wind, der Regen und die Unwetter forderten ihren Tribut und das Oratorium am Rande des Waldes drohte zu verfallen. Lohnte es sich in einer Zeit wie der heutigen, wo die materiellen Sicherheiten alle Gefahren abzuwehren scheinen, es zu restaurieren? Auf jeden Fall! Dieses Zeitzeugnis einer von Arbeit geprägten und tugendhaften Vergangenheit verdient es, erhalten zu bleiben. So haben sich 1968 drei Freunde ehrenamtlich an diese Aufgabe gemacht. Man ersetzte die defekten Klosterziegel, besserte die Mauern aus und legte die Zufahrt frei, damit die Unternehmen mit der kompletten Restaurierung beginnen konnten. Die Gesamtkosten beliefen sich auf nicht mehr als 2626 Franken. Das Oratorium Notre-Dame de Valbord wurde bei den Bitttagen im Frühling 1969 gesegnet. Hoffen wir, dass die Leute aus dem Dorf noch lange an diesen idyllischen Ort kommen werden, um die Muttergottes um Schutz und Trost zu bitten. Und dass dort viele Babys gefunden werden, damit Bruson sich nicht entvölkert.
  • Gesprochene Sprachen

Unsere Vorschläge