Geführte Besichtigung der Ausstellung ‹Présences› mit Mélanie Hugon-Duc, Direktorin des Musée de Bagnes, in Begleitung des Künstlers Jean Faravel.
Künstler, Tontechniker und Regisseur Jean Faravel begleitet die Besucherinnen und Besucher bereits beim Betreten des Museums mit Klängen, die die Präsenz des Wolfs andeuten. Im Kinderzimmer kehrt sich das Verhältnis um: Der unsichtbare Wolf wird nun beobachtet und kartografiert. Der Künstler schlägt hier eine klangliche und visuelle Installation vor, die der Frage nachgeht: „Wolf, bist du da?“ Die Hütte wird zum Beobachtungsort jener Landschaften, durch die der Wolf zieht und in denen er seine Spuren in der Toponymie hinterlässt. Namen, an die man sich bindet, die in den Sprachgebrauch eingehen und hinter denen diese Präsenz noch immer spürbar ist.
Die Ausstellung „Présences“ nähert sich dem Thema Wolf, indem sie die jahrhundertealten wie auch gegenwärtigen Beziehungen zwischen Wölfen und Menschen im Walliser Kontext und darüber hinaus im Alpenraum untersucht. In Resonanz mit der Wahrnehmung von Bewohnerinnen und Bewohnern, von Hirten und Hirtinnen der Alpen, für die die Präsenz des heute geschützten Raubtiers als „zu nah“ empfunden wird, verwandelt sich das Museum in ein Haus. Die Wölfe sind eingezogen.
Die Verunsicherung zwischen den Kategorien des Häuslichen und des Wilden tritt im Vertrauten der Lebensräume zutage: ein Wohnzimmer der Koexistenz zwischen Menschen und Wölfen im Laufe der Zeit, ein Garten, in dem Hund und Wolf die Bedeutung der Evolution verhandeln, Schlafzimmer der Bindungen, der Prädation und der Transformation. Ein Weg, auf dem sich die Wölfe der Bestiarien, taxidermiert, in thermischen Bildern oder als Plüschfiguren, begegnen – als ebenso viele Präsenzen, die eine lupine Welt erspähen lassen, verbunden mit der menschlichen Welt.
Die Ausstellung „Présences“ nähert sich dem Thema Wolf, indem sie die jahrhundertealten wie auch gegenwärtigen Beziehungen zwischen Wölfen und Menschen im Walliser Kontext und darüber hinaus im Alpenraum untersucht. In Resonanz mit der Wahrnehmung von Bewohnerinnen und Bewohnern, von Hirten und Hirtinnen der Alpen, für die die Präsenz des heute geschützten Raubtiers als „zu nah“ empfunden wird, verwandelt sich das Museum in ein Haus. Die Wölfe sind eingezogen.
Die Verunsicherung zwischen den Kategorien des Häuslichen und des Wilden tritt im Vertrauten der Lebensräume zutage: ein Wohnzimmer der Koexistenz zwischen Menschen und Wölfen im Laufe der Zeit, ein Garten, in dem Hund und Wolf die Bedeutung der Evolution verhandeln, Schlafzimmer der Bindungen, der Prädation und der Transformation. Ein Weg, auf dem sich die Wölfe der Bestiarien, taxidermiert, in thermischen Bildern oder als Plüschfiguren, begegnen – als ebenso viele Präsenzen, die eine lupine Welt erspähen lassen, verbunden mit der menschlichen Welt.
